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Hörgeräte sind absolut kein Tabu mehr!

Besser hören
© V. Yakobchuk - Fotolia.com
Schätzungsweise jeder dritte Erwachsene leidet unter Schwerhörigkeit. Lange Jahre war schlechte Hören beziehungsweise die damit verbundenen Hörgeräte ein Tabuthema, doch neue, kleine Geräte machen das Leben wieder lebenswert.

Sieht man alte Fotos oder Stummfilme, so erkennt man häufig seltsame Hörhilfen, wie etwa überdimensionale Trichter, die unsere Vorfahren in „der guten alten Zeit“ gegen Schwerhörigkeit verwendet haben. Aber mit Sicherheit auch nur in Fällen, in denen es wirklich notwendig war, denn bis zur Erfindung kleinster digitaler Hörgeräte war Schwerhörigkeit für viele Menschen ein absolutes Tabuthema. Zurückgezogenheit oder gänzliche Isolation waren bei älteren Menschen die Folge. Bei schwerhörigen Kindern wurde all zu oft angenommen, dass diese geistig zurückgeblieben wären. Diese Zeiten sind endgültig vorüber, denn die Technik hat sich in diesem Bereich enorm weiter entwickelt.

Welche Hörgerätetypen gibt es heute?

Die zwei häufigsten Typen sind wohl die Geräte hinter dem Ohr und die Geräte direkt im Ohr. Die im Ohr Geräte jedoch, verschwinden fast ganz und sind so gut wie gar nicht sichtbar. Ebenfalls kann man diese auch noch in drei verschiedene Kategorien einteilen. Und zwar in ITE, ITC und CIC Hörgeräte. Die ITE Geräte sitzen in der Ohrmuschel und sind daher auch noch sichtbar. Oftmals sind sie zwar Hautfarben, jedoch verschwinden sie nicht ganz. Bei den ITC Hörgeräten wiederum bleibt die Ohrmuschel frei und das Hörgerät schließt mit dem Gehörgang ab. Die unauffälligsten Hörgeräte jedoch sind die CIC Geräte. Sie sitzen im Gehörgang und sind dadurch auch nicht zu sehen. Heute werden eigentlich nur noch Geräte in Digitaltechnik verkauft.

Wie wird man schwerhörig?

Oft führt ein Hörsturz zu einer Schwerhörigkeit. Infektionserkrankungen wie Mumps oder Masern, Tumore oder Entzündungen des Innenohrs können das komplexe Organ Ohr ebenfalls schädigen. Bestimmte Personengruppen, wie etwa Soldaten, Polizisten oder Sportschützen erleiden nicht selten Trommelfelldefekte durch so genannte Knalltraumen.

Alterschwerhörigkeit ist in den meisten Fällen die Folge einer mehr oder weniger lebenslangen Lärmbelastung, die sich im fortgeschrittenen Alter zu einer Schwerhörigkeit entwickelt. Und diese kündigt sich meist schleichend an: Betroffene überhören Türglocken und das Telefon immer öfter oder versteht die Sprache der Mitmenschen nur noch bruchstückhaft.

Passiert die Hörminderung oder gar Hörverlust plötzlich, so handelt es sich dagegen immer um einen Notfall. Sie müssen sofort von einem Facharzt begutachtet werden. Besonders dann, wenn die Beschwerden von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen begleitet werden. Bei einem umfangreichen Hörtest untersucht der Arzt, wie stark die Hörminderung ist und ob sie auf Störungen im äußeren Gehörgang, im Mittelohrbereich oder im Innenohr zurückzuführen ist.

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