Klassische Massage
Mit bestimmten Grifftechniken wird je nach Beschwerden eine durchblutungsfördernde, anregende und schmerzlindernde Wirkung erlangt. Der Masseur stimmt die Knetungen, Hautverschiebungen, kreisförmigen Bewegungen, Klopfungen, Schüttelungen und Vibrationen auf die persönlichen Bedürfnisse des Kunden ab.

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Die verhärtete Muskulatur (Gelosen) wird erst sanft, dann etwas stärker mit speziellen Bewegungen der Finger und Handballen massiert, gedehnt und die Durchblutung in Gang gesetzt. Die Wirkung der klassischen Massage setzt sich über die Haut und das tiefere Muskelgewebe bis in die tieferen, nicht massierten Schichten Ihres Körpers fort. Ihr Kreislauf arbeitet fleißig mit, sogar ungenügend durchblutete und oft unterkühlte Gewebestellen werden erreicht. Die Massage dauert 20 bis 30 Minuten und wird Sie entspannen, Ihren Lymphfluss anregen, Ihren Muskelstoffwechsel fördern und kleinste Muskelfasern dehnen. Besonders erfolgreich wird sich die klassische Massage auswirken, wenn Sie die Behandlung öfter wiederholen.
Ärzte dürfen Ihnen sechs Massagen verordnen, eventuell mit einer viermaligen Zugabe. Aber Sie können sich auch selbst In Fitness- und Wellnesscentern für klassische Massagen anmelden, wenn Sie vorbeugend etwas für Ihre Gesundheit tun möchten.
Die Klassische Massage gehört zur Physiotherapie.
Tipp für Patienten aus Ostösterreich: Physiotherapie Wien
Wissen
Die bekannteste Massageform wird heutzutage weltweit von Masseuren, Physiotherapeuten und Ärzten eingesetzt. Über die positive Wirkung der Klassischen Massage gibt es überhaupt keine Zweifel mehr. Es gibt inzwischen auch zahlreiche Nachweise für die positive psychische und sogar psychosoziale Wirkung. Dafür wird die Ausschüttung des Hormons Oxytocin verantwortlich gemacht.
Indikation (Klassische Massage)
Verspannungen, Verhärtungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Wirbelsäulensyndrome aber auch posttraumatische Veränderungen zählen zu den Heilanzeigen der klassischen Massage. Aber auch in der Neurologie ergibt sich ein Einsatzgebiet zur Behandlung von Paresen, Spastiken, Neuralgien und Sensibilitätsstörungen. Psychosomatische Krankheitsbilder, die oft auf Stress zurückzuführen sind und primär Herz- und Blutkreislauf betreffen, zählen ebenfalls zu den Indikationen der klassischen Massage…
Kontraindikation (Klassische Massage)
Bei Entzündungen kann man generell sagen, dass absolut nicht massiert werden darf. Denn bei fieberhaften Erkrankungen und Erkrankungen der Gefäße ist der Körper bereits sehr stark beansprucht und eine zusätzliche Belastung durch die Massage kommt nicht in Frage. Auch kann bei Hauterkrankungen der Kontakt zu einer Verschlechterung der Krankheit, Verschleppung der Keime oder sogar zu einer Ansteckung des Masseurs führen. Bei traumatischen Verletzungen ist die Massage aufgrund des Drucks auf das Gewebe kontraindiziert.
Effleurage (Streichung)
Der am angenehmsten und entspannendsten empfundene Handgriff der Massage ist die Streichung. Am Anfang verwendet der Therapeut die Streichung in vielen Fällen zum Verteilen des eingesetzten Öls oder Creme. Dabei gewöhnt sich der Patient an die Hand des Masseurs. Zwischendurch dient die Streichung als Erholungspause zwischen den stärkeren Griffen. Gegen Ende der Behandlung dient die Streichung zur Entspannung der gestressten Muskulatur und zur Erholung des Patienten. Nach der Anwendung wird der Rücken häufig mit einem Einreibealkohol unter schnellen Streichungen eingerieben, um die Muskulatur zusätzlich zu lockern und eine Entzündung der Haarwurzel zu verhindern.
Petrissage (Knetung, Walkung)
Zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger oder mit der Hand/Händen des Masseurs werden Haut und Muskulatur des Patienten gefasst, geknetet bzw. gewalkt. Die Wirkung auf die Muskulatur wird bei der Knetung ausgehend von den Händen des Therapeuten erzeugt. Bei der Walkung erzeugt man die Wirkung durch den Druck des Muskels auf darunter liegende Knochen. Beide Griffe lösen Verspannungen und wirken positiv auf Muskulatur, Unterhautbindegewebe und fördern die Durchblutung.
Friktion (Reibung)
Kleine, kreisende Bewegungen der Fingerspitzen oder Handballen des Masseurs auf den Muskel sind ein äußerst effektiver Griff bei Verspannungen oder Verhärtungen der Muskulatur. Der Therapeut muss diesen kraftvollen Griff sehr behutsam verwenden, da eine zu intensive Friktion Schmerzen und in extremen Fällen auch Verletzungen hervorrufen kann.
Tapotement (Klopfung)
Kurze, schlagende Bewegungen mit der Handkante, der flachen Hand oder den Fingern begünstigen die periphere Durchblutung und ändern den Tonus der Muskulatur. Wenn der Masseur mit der Hohlhand auf Höhe der Lunge eine Klopfung ausführt, wirkt sich dies positiv auf die Schleimlösung der Lunge aus. Man nennt dies auch „Klopfmassage“.
Durch „Muskelzittern“ erzeugt der Masseur Vibrationen. Dabei legt er seine Fingerspitzen oder die flache Hand auf und kann sogar eine positive Wirkung bis in tiefer liegende Gewebe aber auch Organe erzeugen. Der lockernde Handgriff wirkt auch krampflösend.
Übersicht
Klassische Massage
Kalifornische Massage
Aromatherapie-Massage
Lymphdrainage