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Special: Ganz im Süden Afrikas

Südafrika Länderinformation


Allgemeines

Südafrika dehnt sich über mehr als 1,2 Millionen km² aus und liegt an der südlichen Spitze Afrikas. Darüber hinaus gehörten auch die Prinz-Edward-Inseln, eine unbewohnte Inselgruppe im Indischen Ozean auf halbem Weg zur Antarktis, zum südafrikanischen Staatsgebiet. Die Hauptstadt des Landes ist Pretoria. Nördlich grenzen die Staaten Namibia, Botswana und Simbabwe an, an der östlichen Grenze liegen Mosamik und Swasiland. Die Enklave Lesotho liegt im östlichen Teil des Landes. Politisch ist die Republik in neun Provinzen – Westkap, Nordkap, Ostkap, KwaZulu-Natal, Freistaat, Nordwest, Gauteng, Mpumalanga und Limpopo – unterteilt. Südafrika wird oft euphemistisch „Regenbogennation“ genannt, da es viele verschiedene Volksgruppen beheimatet, die jedoch nicht unbedingt konfliktfrei nebeneinander leben. Von den knapp 47 Millionen Einwohnern sind ca. 9,2 % weiß. Da das Land nach wie vor von den Nachwirkungen der Apartheidspolitik geprägt ist, liegt der durchschnittliche Lebensstandard der Weißen immer noch deutlich höher, als der von Angehörigen der übrigen Ethnien. Die dicht besiedelten Gebiete liegen im Nordosten und Osten sowie im näheren Umkreis von Kapstadt. Die Landeswährung ist der Rand (ZAR), wobei 10 Rand ca. 1 Euro entsprechen.

Wirtschaft und Lebensbedingungen

Im Vergleich zu den übrigen afrikanischen Nationen, kann die Wirtschaft – insbesondere seit den 1960er Jahren – als hoch entwickelt bezeichnet werden. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 287 Milliarden US-Dollar, handelt es sich um die größte Volkswirtschaft des Kontinents, die den 7. Platz in Bezug auf das Pro-Kopf-Einkommen in Afrika einnimmt. Bedeutend sind in erster Linie die Bodenschätze, besonders Gold, Diamanten, Kohle, Platin, Chrom, Eisen, Palladium im so genannten Witwatersrand. Dieser Höhenzug liegt in den Provinzen Gauteng, Nordwest und Mpumalanga, dem früheren Transvaal. Im Industriesektor sind neben der Rüstungsindustrie vor allem Automobilhersteller wie BMW, Volkswagen und Daimler zu nennen, die Produktionsstandorte vor Ort unterhalten. Außerdem sind der Tourismus und der Weinbau von großer Bedeutung für die südafrikanische Wirtschaft.

Mine in Südafrika
© sfmthd - Fotolia.com

Derzeit herrschen eine hohe Inflation sowie eine sehr hohe Arbeitslosigkeit (23,5%). Die wirtschaftlichen Benachteiligungen der nicht-weißen Bevölkerung springen dabei besonders ins Auge. Bei Schwarzen liegt die Arbeitslosenquote momentan bei 47%. Vergleicht man diese Zahl mit dem relativ hohen Pro-Kopf-Einkommen, so wird das Ausmaß der sozialen Ungerechtigkeit sichtbar.

Problematisch ist der Brain-Drain, also die Abwanderung dringend benötigter Experten und Facharbeiter ins Ausland. Darüberhinaus bedingen die hohe Arbeitslosigkeit und die teils äußerst schwierigen Lebensbedingungen eine hohe Kriminalitätsrate und ein erhöhtes Maß an Korruption. Die Einführung von Mindestlöhnen vor einigen Jahren führte zur Entlassung von Landarbeitern und in weiterer Folge zu einer erhöhten Landflucht verbunden mit Arbeitslosigkeit. Im besonderen Maß ist Südafrika auch von der Infektion großer Teile der Bevölkerung mit dem HIV-Virus betroffen.

Landschaft und Klima

Landschaft in Südafrika
© James McGlade - Fotolia.com
Durch die Größe des Landes herrschen unterschiedliche klimatische und naturräumliche Bedingungen, vom Wüstengebiet der Kalahari im Westen bis hin zu den subtropischen Waldgebieten im Südosten und Osten. Am Kap der Guten Hoffnung prallen der kalte Benguelastrom des Atlantiks und der warme Agulhasstrom des Indischen Ozeans aufeinander. Dies sorgt bei Kapstadt für mediterranes und an der Südküste für heißes bis heißfeuchtes Klima. Im Landesinneren herrscht heißes Klima, das Steppenlandschaften erzeugt. An der Ostküste findet man eher maritime Witterungsverhältnisse vor. Vom Indischen Ozean her kommt es an der Ostküste zu regelmäßigen Niederschlägen, die landeinwärts rasch abnehmen. Der kalte Benguelastrom des Atlantiks sorgt im Westen für wüstenartige Bedingungen.

Natur und Umwelt

Südafrika beheimatet über 20.000 Pflanzenarten. Allein in der Provinz Westkap finden sich über 9.000 Arten, wovon viele endemisch sind. In einem besonderen Ausmaß konzentrieren sich diese Arten auf die Capensis, die Kapregion. Die Tierwelt inkludiert über 300 Säugetier-, über 500 Vogel-, mehr als 100 Reptilien- und unzählige Insektenarten. In hunderten kleineren Wildparks und in Nationalparks, von denen der Kruger-Nationalpark der größte und bekannteste ist, versuchen die Behörden den Artenreichtum zu erhalten. Besonders berühmt sind die afrikanischen Big Five – Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn.

Die Küstenregionen verfügen über eine einzigartige Unterwasserwelt. An der Ostküste gedeihen Kugelfische, Seepferdchen, Korallen und Anemonen. An der Küste von KwaZulu-Natal lässt sich von Tauchern der Sardine Run, bei dem Millionen von Sardinen in Schwärmen zusammentreffen, beobachten. Hier befinden sich auch die Reviere der Haie, von denen besonders der große weiße Hai bekannt ist. Im kalten Benguelastrom an der Westküste finden sich Robben, Kaltwasserkorallen und Kelpwälder.

von Gundi Jungmeier

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