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Valparaíso, die Kulturhauptstadt Chiles

Die chilenische Hafenstadt hat eine offizielle Einwohnerzahl von etwa 280.000 bzw. leben im weiteren Umkreis gute 900.000 Menschen. Die Stadt liegt auf einem hügeligen Gelände im südlichen Teil der Bucht Bahía de Valparaíso. Obwohl die offizielle Hauptstadt Santiago de Chile ist, befindet sich hier der Sitz des Kongresses. Der Hafen gehört zu den bedeutendsten des Landes und Valparaíso genießt den internationalen Ruf die kulturelle Hauptstadt Chiles zu sein. Der historische Stadtkern wurde im Jahr 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Das mediterrane Klima sorgt im Sommer für Tagestemperaturen von über 30°C, wobei die Nächte durch den kalten Humboldtstrom des Pazifiks relativ kühl werden können.

Blick auf Valparaiso
Foto: lo.tangelini (modified by Themenschwerpunkte) - CC BY-SA 2.0

Geschichte

Ursprünglich wurde das Gebiet von der indigenen Bevölkerung der Changos bevölkert, deren Kultur mittlerweile als vernichtet bezeichnet werden kann, und deren wenige Nachkommen assimiliert leben. Die koloniale Stadtgründung erfolgte 1544, nur wenige Jahre nach der Entdeckung der Bucht durch die Spanier. Nicht zuletzt aufgrund von Überfällen und Plünderungen durch Piraten bzw. feindliche Seefahrer (darunter auch Francis Drake) entwickelte sich die Stadt vorerst nur langsam. Erst ab Beginn des 19. Jahrhunderts begann der Aufstieg, da Valparaíso nach erfolgreicher Umsegelung des Kap Hoorn der erste größere Hafen war, der angelaufen werden konnte. Nach der Öffnung des Panamakanals 1914 verlor die Stadt wiederum an Bedeutung.

Im Lauf der Geschichte wurde die Stadt einige Male durch Erdbeben – zuletzt 2010 – schwer beschädigt. Der Militärputsch von 1973 nahm ebenfalls in Valparaíso seinen Anfang. Hier wurde auch der Leichnam des ehemaligen Präsidenten Salvador Allende ausgestellt. Nach dem Ende der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet wurde der chilenische Kongress nach Valparaíso verlegt. Durch die zahlreichen Hügel, den so genannten Cerros, ist Valparaíso die „Hauptstadt der Treppen“, wie sie der Nationaldichter Pablo Neruda einmal bezeichnete. Heute erleichtern 15 Aufzüge bzw. Seilbahnen den Aufstieg zu den wichtigsten Hügeln.

Valparaiso bei Nacht
Foto: Esteban Ignacio Fotografias - CC BY-ND 2.0

Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt liegt auf dem Hügel Cerro Allegre und ist bevorzugter Wohnort von Künstlern und Studenten. Besonders sehenswert ist La Sebastiana, eines der drei Häuser von Pablo Neruda, dem Literaturnobelpreisträger von 1973. Von hier aus haben Besucher einen herrlichen Blick über die Bucht und im Inneren des Hauses sind Sammelstücke des Dichters ausgestellt. Einen genaueren Blick sind auch die historischen Aufzüge zu den Hügeln aus dem 19. Jahrhundert wert. Nennenswert sind des Weiteren die Kirche La Matriz und deren Umgebung sowie Ex Cárcel, ein ehemaliges Gefängnis, das nun als Kulturzentrum und Konzertraum dient. Im Museo Naval y Maritimo, dem Schifffahrts- und Marinemuseum, sind Exponate zur militärischen Seefahrt ausgestellt. Im Vordergrund steht dabei der Sieg über Peru und Bolivien im Salpeterkrieg in den 1880er Jahren.

Für Spaziergänge eignen sich die Stadtviertel am Cerro Concepcíon, am Cerro Cordillera oder um die Plaza Echaurren. In der letzten Woche des Jahres findet der berühmte Karneval statt, der jeweils einem anderen Land gewidmet ist aus dem Künstler, Performer und Musiker eingeladen werden.

Anreise und Unterkunft

Der nächste internationale Flughafen liegt in Santiago, etwa eineinhalb Stunden entfernt. Von dort verkehren regelmäßig Busse nach Valparaíso. Auch aus Mendoza in Argentinien kann man die Stadt per Autobus erreichen. Auch einige Kreuzfahrtsschiffe haben einen Aufenthalt in Valparaíso im Programm. Unterkünfte sind von relativ günstigen Gästehäusern bis zu Mittelklassehotels verfügbar.

Essen, Trinken und Nachtleben

Das traditionelle Essen ist die Chorrillana, eine üppige Mahlzeit aus Pommes Frittes, mit Steak, Zwiebeln und Eiern. Neben lokalen Spezialitäten kann hier auch internationale Küche genossen werden. Wochenends beginnt das Nachtleben nicht vor Mitternacht, während der Woche etwas früher. Sperrstunde ist zwischen vier und fünf Uhr morgens. In der Öffentlichkeit darf Alkohol nur von Personen über 18 Jahren konsumiert werden. Jüngeren Gästen kann der Zutritt zu den Pubs verweigert werden. Besonders das Künstler- und Studentenviertel am Cerro Allegre mit seinen zahlreichen Bars und Kneipen ist bestens dazu geeignet, um die Nacht zum Tag zu machen.

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