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Allgemeine Reiseinfos zu Mexiko

Wenn man nach Mexiko in den Urlaub fährt, dann sollte man sich vorher genau informieren, welche Reisebestimmungen es gibt. Die wichtigsten werden hier einmal zusammengetragen.

Im Allgemeinen ist das Urlaubsland gut zu erreichen, denn Mexiko verfügt über ein gut ausgebautes Flugnetz. Innerhalb Mexikos gibt es außerdem ein sehr günstiges Busreisenetz. Man sollte allerdings in der ersten Klasse fahren, denn nur diese entspricht dem europäischen Standard und ist sicher. Fährt man mit einem Mietwagen, muss man während der Regenmonate April bis Oktober immer mal wieder mit Behinderungen auf den Straßen rechnen. Beachten sollte man, dass an gelb markierten Bordsteinen nicht geparkt werden darf. Das Auto wird gnadenlos abgeschleppt und kann nur mit viel Geld wieder ausgelöst werden.

Um nach Mexiko zu reisen, benötigt man zwar kein Visum, jedoch eine Aufenthaltserlaubnis, welche man in Form der Touristenkarte FMT erhält. Diese sollte man jederzeit mit sich führen. Die Karte bekommt man im Flugzeug oder an den mexikanischen Grenzübergängen. Bei Ausstellung der Karte wird der Gültigkeitszeitraum eingetragen - den sollte man sich unbedingt merken. Um überhaupt ins Land zu kommen, reicht ein Personalausweis nicht. Man benötigt einen gültigen Reisepass.

Die Währung des Landes ist Peso. Normalerweise werden die gängigen Kreditkarten in Mexiko akzeptiert – nur in Einzelfällen kann es zu Problemen kommen.

In Mexiko ist es meist sehr warm. Von Mai bis November muss mit Stürmen gerechnet werden, denn  während dieser Zeit herrscht in diesem Land Hurrikan-Saison.

Viele denken bei dem Land Mexiko vielleicht an die hohe Kriminalitätsrate. In der Tat ist dieser Aspekt ein Problem. Vorsicht ist vor allem in der großen Metropole Mexiko-Stadt geboten. Denn hier werden täglich mehrere hundert Kriminalitätsdelikte gemeldet. Natürlich muss man auch bedenken, dass die Stadt 25 Millionen Einwohner hat. Trotzdem muss man als Tourist auf der Hut sein. Besonders in den nördlichen Bundesstaaten an der US-amerikanischen Grenze ist die Kriminalitätsrate hoch. Eine Stadt, in der die Kriminalität in den letzten Jahren besonders gestiegen ist, ist Monterrey. Hier bekämpfen sich rivalisierende Drogenbanden.

Zur eigenen Sicherheit sollte man nur mit Taxis von öffentlichen Taxiständen fahren. Bei Taxis, die auf der Straße anhalten, besteht besonders nachts das Risiko, ausgeraubt zu werden. Generell sollte man auf sein Hab und Gut aufpassen. Gerade, wenn man an Orten unterwegs sind, wo sich viele Menschen aufhalten, beispielsweise in Kirchen, sollte man seine Wertsachen nicht sichtbar am Körper tragen und auch nicht mit viel Bargeld reisen.

In der Dunkelheit sollte man in jedem Fall einsame Viertel meiden und am besten auch keine wenig bereisten Straßen befahren. Auch Bustouren unternimmt man lieber am Tag. Es gibt verschiedene Zollvorschriften für die Einreise nach Mexiko. Beispielsweise ist das Einfuhr von Lebensmitteln und die Ausfuhr von Gold verboten. Eine Ausnahme ist Schmuck.

Wer eine Reise plant, denkt natürlich auch immer an den Impfschutz. Für Mexiko gibt es keine internationalen Impfvorschriften. Hält man sich nur kurz in Mexiko auf, empfiehlt sich eine Impfung gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphterie. Bei langen Reisen kann man sich zusätzlich noch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut impfen lassen. Besondern in den Regenwaldgebieten besteht das mittlere Malariarisiko. Unbedenklich sind hingegen die Resorts für Touristen, die Städte, die Höhenlandschaften und die Küstengebiete. Relativ häufig kommt das Dengue Fieber vor. Da die Krankheit von Insekten übertragen wird, sollte man sich vor Insektenstiche durch Moskitonetze oder Spray schützen. In Mexiko-Stadt soll die Krankheit nicht vorkommen. Vorsicht ist beim Verzehr von Lebensmitteln, die man an Straßen kaufen kann, geboten. Generell sollte man besonders gut auf Hygiene achten – gerade, wenn es um Lebensmittel geht.

Die Menschen in Mexiko

Mexiko ist ein Land voller kultureller Vielfalt. Es hat über 100 Millionen Einwohner, die sich vor allem aus Mestizen, Indigenas und Kreolen zusammensetzen. Vor allem Mexiko-Stadt ist von vielen verschiedenen Kulturen bevölkert. Rund 25 Millionen Menschen leben hier. Die Bewohner der Mega-Metropole weisen spanische, europäische, nordamerikanische und Indio-Kulturen auf. In Mexiko findet man viele Orte, die aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Diese beherbergen meist sehr sehenswerte Bauten, die vor allem die Herzen der Historiker höher schlagen lassen.

In der präkolumbianischen Zeit bevölkerten verschiedene Kulturen das Land. Die erste Besiedlung Mexikos fand etwa vor 20 000 bis 22 000 Jahren statt. 1500 bis 900 vor Christus wurde laut Forschungen zum ersten Mal Ackerbau betrieben. Die erste Stadt, die besiedelt wurde, war Tlatilco. Zwischen 100 und 900 nach Christus entstanden die mesoamerikanischen Völker. Es bildetet sich  unter anderem die Kulturen der Maya, Olmeken, Tolteken und Azteken, die noch heute die mexikanische Bevölkerung prägen.

Die Azteken beherrschten zur Zeit der spanischen Eroberung weite Teile Mexikos. Etwa im Jahre 1325 errichteten sie auf der Insel Texcocosee die Stadt Tenochtitlan, die sie zu ihrer Hauptstadt machten. Danach eroberten sie immer mehr Gebiete. Auch die mesoamerikanischen Hochkulturen auf dem Hochland nahmen die Azteken ein.  Sie betrieben vor allem Feldbau - alle anderen notwendigen Waren wurden durch Fernhandel beschafft. Das Volk wurde von einem Kaiser regiert  - zum Gesellschaftssystem gehörte, dass die Unterschicht Tribute zahlen musste. Die Azteken waren sehr gläubig – sie hatten mehrere Götter. Zu ihrem Glauben zählte auch, dass sie diesen Opfer bringen mussten. Eine Augenweide sind die Pyramiden der Azteken, die viele Touristen anziehen. Noch heute gibt es Nachkommen der Azteken: Als diese gelten jene Mexikaner, die Nahuatl sprechen. Sie sind etwa eine Million und vor allem in der Landbevölkerung des Hochtals und der spanisch sprechenden hohen Schicht zu finden.

Eine weitere präkolumbianische Kultur sind die Tolteken, die zwischen dem 9. Und 11. Jahrhundert das mexikanische Hochland beherrschten und vor allem für ihren florierenden Handel bekannt waren. Weiterhin sind noch die Zapoteken bekannt, ein Volk der mesoamerikanischen Indianer. Noch heute sprechen etwa 420 000 Menschen ihre Sprache.

Die mexikanische Bevölkerung wurde allerdings nicht nur von ihren Vorfahren geprägt, sondern auch von vielen Immigranten, die ins Land kamen und immer noch kommen. Die meisten reisen mit Abstand aus den USA und Kanada ein. Aber auch Europäer, Südamerikaner, Mittelamerikaner und Asiaten immigrieren nach Mexiko. Der Anteil der asiatischen Bevölkerung ist allerdings sehr gering. Meist sind die Zuwanderer aus dem Ausland sehr gebildet und gute Arbeitskräfte. Natürlich kamen auch immer wieder Immigranten als politische Flüchtlinge ins Land. Von 1934-1940 etwa wanderten circa 40 000 Menschen wegen des spanischen Bürgerkriegs nach Mexiko ein. In den 80er Jahren waren es die Mittelamerikaner, die nach Mexiko einreisten: Etwa 80 000 Guatemalteken flüchteten vor dem Bürgerkrieg nach Mexiko.

Wer in Mexiko Urlaub macht, wird auf jeden Fall keine einseitige Kultur erfahren – und gerade das ist das Spannende an diesem Land.

Essen und Trinken in Mexiko

Tortillas
© epics - Fotolia.com

Wenn wir an mexikanisches Essen denken, dann fällt uns als erstes die scharfe Tex Mex Küche ein. Dabei essen die Menschen in Mexiko viel mehr als Tacos und CO.  In Wirklichkeit stammen die meisten dieser Gerichte aus dem Grenzgebiet Texas. Harte Tacos und Chili con Carne sind beispielsweise keine typisch mexikanischen Gerichte. Richtig mexikanisch sind weiche Maisfladen, die Tortillas, die traditionell mit würzigem Fleisch und Bohnen gefüllt werden. Geht man hierzulande zum Mexikaner, ist man oft völlig verwirrt, wie viele verschiedene Bezeichnungen es für die scharfen Wraps gibt. Die normalen Tacos werden gerollt und in Mexiko oft schon zum Frühstück gegessen. Werden die Fladen gratiniert, heißen sie Enchiladas. Zudem gibt es noch Tostadas: Diese werden zwar belegt, aber nicht gerollt. Die auch hier zulande bekannten Burritos und Fajitas sind aus Weizen und eher im Norden des Landes zu finden. Werden die Weizentortillas gebraten und mit Käse gefüllt, tragen sie den Namen Quaesadillas. Wer einmal in Mexiko die verschiedenen Varianten ausprobiert hat, der kennt sich nach dem Urlaub mit den Bezeichnungen in den heimischen mexikanischen Restaurants bestens aus.

Mais ist für die Mexikaner das Grundnahrungsmittel. Im Museo National de Culturas Populares in Mexiko Stadt sind über 605 Maisrezepte registriert. Verzehrt wird gelber und der hierzulande weniger bekannte weiße Mais, den die Mexikaner zu allen möglichen Speisen verwenden. Seine Körner werden für die Zubereitung des Pazole, einem Schweineeintopf gebraucht. Aus gelbem Mais wird nach einem speziellen Gährungsverfahren Tortillamehl gewonnen. Beliebt sind die aus Maismehl zubereiteten Tamales. Diese sind kleine Snacks, die süß oder herzhaft gefüllt sind. Ihr Äußeres ziert ein Maishüll- oder Bananenblatt.

Bekannte mexikanische Gerichte sind außerdem Chiles en Nogada, gefüllte Chilischoten oder Bunuelos, welche frittierte Teigplatten sind. Überhaupt geht in Mexiko ohne Chilies gar nichts. Die Mexikaner mögen es scharf und was bei ihnen vielleicht als relativ oder mittelscharf bezeichnet wird, ist für unsere ungeübten Zungen ein feuriges Unterfangen. Die Chilischoten werden beispielsweise eingelegt, getrocknet, püriert oder mit Käse gefüllt. Am schärfsten sind die Chiltepins – sie sind die ursprünglichste Form der Frucht. Sie sind allerdings sehr teuer, da sie in der Wüste wachsen und eine besondere Delikatesse sind. Die berühmten Jalapenos, die man auch in Europa auf die Teller bekommt, essen die Mexikaner besonders gerne. Diese sind aber auch sehr feurig. Wer es milder mag, der sollte zu Poblanos greifen.

Zu den Kräutern, die den mexikanischen Gerichten ihren unverwechselbaren Pfiff geben, gehören unter anderem Koriander und Epazote. Letzteres ist ein Gewürz, welches unangenehm riecht, aber sehr gut zu Bohnengerichten passt. Es schmeckt leicht nach Zitrone.

Die Mexikaner feiern gerne – so gibt es zu diversen Anlässen die köstlichsten Mahlzeiten. Besonders beliebt ist der Nationalfeiertag, der am 16. September gefeiert wird. An diesem Tag erstrahlt das ganze Land in den Nationalfarben Grün-Weiß-Rot. Auch das Essen wird dann in diesen Farben serviert. Sogar den Reis verzehrt man eingefärbt. Am 2. November wird ein gruseliges Fest gefeiert: Am Tag der Toten werden beispielsweise Zuckertotenköpfe, Särge aus Marzipan oder Allerheiligenbrot verspeist. An diesem Tag gedenken die Mexikaner den Toten, deren Seelen dem Glauben nach mit ihnen zu Abend essen. Für uns mag diese Zeremonie merkwürdig klingen – sie ist in Mexiko aber ein religiöses Fest.

Was die Mexikaner auch gerne essen, ist Amaranth. Das Getreide, das auch hierzulande an Beliebtheit gewinnt, wird vor allem für Tamales, Süßes oder Getreidedrinks verwendet. Weitere mexikanische Köstlichkeiten sind Chayotes und Nopales. Bei Chayotes handelt es sich um eine Kürbisart, die einer Birne gleicht. Sie hat eine dezente nussige Note. Chayotes können in verschiedenen Varianten zubereitet werden: Beispielsweise kann man sie backen, in Salaten verarbeiten, kochen oder füllen. Nopales sind die Blätter des Feigenkaktus. Gegessen werden nur die jungen Blätter, die am besten im bekannten „Ensalada de nopalidos“ schmecken.
Zum Nachtisch werden meist süße Puddings oder eingelegtes Obst serviert. Sehr beliebt ist das mexikanische Eis, das so genannte Paleta. Auch in Amerika kennt man diese Süßspeise schon. Auf den Straßen von Mexiko findet man viele Sorten Eis am Stiel, beispielsweise Mango oder Kiwi. Das Eis wird auf Saftbasis hergestellt, ohne Zusatz von Sahneerzeugnis. Gerade in Mexiko wird sehr gerne Eis gegessen, da es bei den hohen Temperaturen besonders erfrischend ist.
Auch zu Schokolade greifen die Mexikaner gern. Allerdings geben sie diese am liebsten herzhaftem Essen zu. Am bekanntesten ist die Mole Poblano, eine Sauce, die aus dunkler Schokolade, Chilies, Tomaten und Nüssen zubereitet wird. Am besten passt diese besondere Sauce zu Geflügelgerichten. Den Erzählungen nach wurde diese Spezialität von einer Nonne erfunden, die mit Schokolade einer Sauce die Schärfe nehmen wollte.

Was die Getränke angeht, so greifen die Mexikaner am liebsten zum legendären Tequila – ihrem Nationalgetränk. Gerne trinken sie aber auch Bier oder Wein. Wer auf Alkohol verzichten möchte, der kann den Jugo, einen frischen Fruchtsaft, wählen.

Alle, die sich in Mexiko, den Bauch vollschlagen möchten, müssen sich im Allgemeinen auf scharfes Essen einstellen. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte stets zu den mildesten Varianten greifen. Außerdem sollte man bedenken, dass die Mexikaner ihr Mittag- und Abendessen später zu sich nehmen, als die Europäer.

Beliebte Reiseziele in Mexiko


Acapulco

Acapulco
Foto: WP-User: MarydelSol - GNU-FDL
Eigentlich heißt die Stadt Acapulco de Juarez, vielen ist sie allerdings auch ganz einfach unter Acapulco geläufig. Die Stadt liegt im Süden von Mexiko, direkt am Pazifik, weswegen sie für Touristen besonders interessant ist. Bekannt ist die Stadt für die waghalsigen Klippenspringer, die so genannten Cliff Divers. Mutige Menschen springen von Felsen bis zu 45 Meter in die Tiefe, bevor sie ins Meer eintauchen. In Acapulco bietet sich ein schönes landschaftliches Bild mit idyllischen Stränden und angrenzenden Bergen. Wer gerne ins Wasser geht, der kann das Meer beim Schnorcheln oder Tauchen von seiner schönsten Seite erkunden. Auch eine Angeltour bietet sich an. Weg vom Strand und ab in die City: Die Altstadt von Acapulco lädt mit seinen gemütlichen Restaurants zum Schlemmen ein. Einmal im Jahr findet hier Spring Break Stadt – ein Festival, das vor allem gerne junge US-Amerikaner besuchen.

Mexico City

Mexiko City
Foto: Daniel Manrique - GNU-FDL
Die wohl bekannteste Stadt des Landes ist Mexico City. Unvorstellbar ist die Einwohnerzahl der Metropole: Mit 25 Millionen Menschen und einer Fläche von 2000 Quadratkilometern ist sie die größte Hauptstadt der Welt. Die Stadt ist sehr dynamisch, was viele Touristen als interessant und völlig neuartig empfinden. Hier versammeln sich Gebäude aus verschiedenen Kulturen: Zu sehen gibt es Bauten, die vor der spanischen Eroberung stammen sowie jene, die danach entstanden sind. Mexico City hat circa 350 Stadtteile und ist umgeben von Bergen und Vulkanen. Wer in diese Stadt reist, muss sich darüber im Klaren sein, dass sie überbevölkert ist und eine hohe Luftverschmutzung aufweist. Dafür wird man aber mit kultureller Vielfalt entschädigt. Sehenswert ist die Altstadt, mit dem Platz El Zocalo. Ihn umgeben die Kathedrale, der Nationalpalast und die Ruinen des Hauptaltares. Attraktionen sind außerdem das Nationalmuseum der Anthropologie, der Palast der schönen Künste und die Basilika von Guadalupe.

Yucatan

Playa Del Carmen
Foto: Steve Erdelen - CC BY 3.0
Yucatan ist eine Halbinsel, die zwischen dem karibischem Meer und dem Golf von Mexiko liegt. Lediglich der nördliche Teil gehört politisch gesehen zu Mexiko. Für Touristen ist die Halbinsel ein besonderes Erlebnis, da sie herrliche Korallensandstrände mit Palmen bietet. Ein ganz besonders schöner Badeort ist Playa Del Carmen, der 45 Minuten von der Stadt Cancun gelegen ist. Letztere ist das Touristenzentrum von Yucatan- Außerdem befindet sich dort das zweitlängste Riff der Welt. Menschen, die sich nicht nur gerne am Strand aufhalten, können sich die alten Maya-Ruinen anschauen. Besonders kulturell interessante Orte sind Tulum, Chichen Itza oder Mayapan. Eine kleine Rundreise ist empfehlenswert – denn es gibt viel zu entdecken auf der Halbinsel.

Palenque

Palenque
Foto: WP-User: tato grasso - CC BY-SA 2.5
Palenque liegt inmitten des Urwaldes von Chiapas und ist eine alte Mayastadt. Seit 1987 ist sie Weltkulturerbe. Bisher ist die Stadt noch nicht vollständig freigelegt. Nur rund 15 Prozent des Gebietes sind schon entdeckt worden. Ein besonders interessantes Gebäude ist der Palast, der auch Universität genannt wird. Bisher erforscht und touristische Highlights sind außerdem der „Tempel der Inschriften“, worunter das Grab des Herrschers Pascal liegt und die Grabplatte von Palenque. Im Süden des Palastes liegt die so genannte Kreuzgruppe, welche drei Tempel bilden. Diese heißen Sonnentempel, Tempel des Blätterkreuzes und Kreuztempel. Im Inneren der Tempel befinden sich viele interessante Maya-Hieroglyphen, die vor allem Historiker beschäftigen. Man muss dennoch kein Geschichtskundiger sein, um Palenque mit Begeisterung zu entdecken. Von den historischen Gebäuden wird man in jedem Fall beeindruckt sein.

Baja California

Baja California
Foto: cesar bojorquez from Tijuana, Mexico - CC BY 2.0
Die schöne Halbinsel Baja California ist größer als Italien und bietet Touristen vor allem eines: Sonne. Denn hier regnet es nur selten. Allerdings wird es deshalb auch im Sommer besonders heiß. 40 Grad sind keine Seltenheit. Die Wüstenlandschaft der Halbinsel beherbergt rund 120 Kakteenarten, 50 davon sind weltweit einzigartig. Baja California gehört zu den dünnsten besiedelten Gegenden der Welt. Bekannt ist vor allem die Stadt Tijuana, in der immerhin 2 Millionen Menschen wohnen. Die Halbinsel hat mehr zu bieten als nur heiße Wüstengegend. Die Traumstrände von Baja Califonia sind meist nicht überfüllt und deshalb besonders reizvoll. Cabo San Lucas ist Mexikos viertgrößer Badeort und vor allem bei Wassersportler beliebt. Von Wasserski bis Kajakfahren wird alles geboten - Wasserratten sind hier also genau richtig. Ein Paradies für Windsurfer ist das weiter südlich gelegene Los Varilles: Hier herrscht schon morgens günstiger Wind.


Geschichtsstreifzug: Das Reich der Azteken

Azteke
© namwar69 - Fotolia.com

In der präkolumbianischen Zeit bevölkerten verschiedenen Kulturen Mexiko. Die wohl bekannteste sind die Azteken, die mit ihren Bauwerken nicht nur Historiker, sondern auch Touristen begeistern.
Mitte des 14. Jahrhunderts beherrschten die Azteken Mittelamerika. Man sagt, dass die Gründer des Volkes von ihrem Gott angeführt wurden. Dieser trug den sonderbaren Namen „Huitzilopochtli“. Ursprünglich sollen die Azteken von einem geheimen Ort kommen – sie nannten ihn Aztlan. Sie wanderten dann bis nach Zentralmexiko, wo sie auf der Insel Texcocosee die Stadt Tenochtitlan gründeten. Diese machten sie zu ihrer Hauptstadt. Heute liegt an dieser Stelle die riesige Metropole Mexiko-Stadt.

Das Reich der Azteken wurde im Wesentlichen von drei Volksstämmen gegründet: Von den „Mexika“, „Acolhua“ und „Tapeneken“. Diese schlossen sich zum Aztekischen Dreibund zusammen.
Die Azteken beherrschten nicht nur weite Teile Mexikos, sondern übten sogar bis über die Grenzen hinaus Einfluss aus. Die Sprache dieses Volkes war Nahuatl, welche noch immer ein Teil der mexikanischen Einwohner sprechen kann. Diese sprachkundigen Menschen werden „Nahua“ genannt und gelten als Nachkommen der Azteken.

In der Frühzeit der Azteken gehörte das Land allen Mitgliedern des Volkes gemeinsam. Privates Eigentum gab es im Grunde nicht und alle Güter wurden untereinander aufgeteilt. Das Land wurde in verschiedene Gebiete zerstückelt, die sich selbst versorgten. Die Einheiten hatten auch jeweils ihren politischen Führer. Jeder Azteke hatte ein Stück Land zu bewirtschaften, das er an seine Kinder weitergab.

Später zerbrach diese Gesellschaftsform, denn man befreite Krieger und Priester von den Pflichten – es bildeten sich fortan soziale Klassen. Diese machten letztendlich den Adel, die Bauern und Handwerker, die Händler und die Sklaven aus.

Die Azteken spezialisierten sich vor allem auf Landwirtschaft: Es wurden hauptsächlich Mais, Bohnen, Paprika und Tomaten geerntet. Die Landwirtschaft betrieb das Volk sehr geplant. Auf rieseigen Märkten wurden dann Lebensmittel und andere Waren getauscht.

Das Oberhaupt der Azteken war der „Tlatoani“, den man mit einem Kaiser gleichsetzen kann. Er führte Krieg gegen andere Völker und nahm den Verlieren Steuern ab. Dafür gewährte man den Besiegten ein Stück weit ihre Freiheit. Außerdem musste die Unterschicht Tribute zahlen. Die Azteken waren ein sehr religiöses Volk. Sie waren polytheistisch, das heißt sie glaubten an mehrere Götter. Neben ihrem Hauptgott Huitzilopochtli hatten sie praktisch unendliche viele andere. Zum aztekischen Glauben gehörten auch Menschenopfer. Diese spielten ab dem 15. Jahrhundert sogar eine große Rolle für das Volk. Meist wurden Kriegsgefangene oder Sklaven geopfert. Manchmal ließ sich aber auch ein Azteke freiwillig umbringen, was eine große Ehre bedeutete. Die Azteken glaubten, ohne Menschenopfer würde die Sonne eines Tages nicht mehr aufgehen. Die Menschen wurden nicht nur geopfert, indem man ihnen das Herz herausschnitt, sie wurden teilweise auch gegessen.

Die Azteken waren kreative Baumeister. Sie bauten Paläste und Pyramiden, die nach und nach von Forschern entdeckt wurden. Noch heute kann man einige Bauwerke besichtigen. Sie wirken allersamt geheimnisvoll mit ihren Schriftzügen.

Die Forschungen über das Aztekenreich sind noch längst nicht abgeschlossen: Immer wieder entdeckt man neue Details über die Geschichte dieses Volkes. Und noch heute findet man neue Bauwerke der Azteken.

von Annalena Schieber

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