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Das Gebiet der plastischen Chirurgie ist sehr umfangreich. In diesem Spezialgebiet der Medizin handelt es sich um jede Form der Chirurgie, die aus funktionellen oder ästhetischen Gründen Veränderungen im Körperinneren oder an der Körperoberfläche vornimmt. Ärzte in diesem Bereich werden als "Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie" bezeichnet. Häufig verwendete Begriffe wie "Ästhetischer Chirurg" oder "Schönheitschirurg" sind keine geschützten Bezeichnungen. Zumeist führen diese "Titel" Allgemeinmediziner oder Allgemeinchirurgen ohne vergleichbare Ausbildung, aber kaum eigens ausgebildete Fachärzte in der plastischen Chirurgie.

An dieser Stelle möchten wir mit folgenden Beispiele betonen, dass sich die Plastische Chirurgie auch mit vielen anderen Aspekten beschäftigt. Besonders nach Unfällen, Fehlbildungen oder Tumoren ist das Know-how der Spezialisten gefragt.

© Carolina K Smith MD - Fotolia.com Zur plastischen Chirurgie zählt auch, die Rekonstruktion bei Fehlbildung oder Fehlstellung der Hand. Das heißt, es fehlen Teile der Hand bzw. sind Teile der Hand unterentwickelt oder überentwickelt, Finger sind verdoppelt oder auch überzählig, genauso wie Einschnürungen oder das Handgelenk ist deformiert. Die plastische Chirurgie kann durch eine Operation helfen, die Funktionsfähigkeit der Hand weitgehend wiederherzustellen und ihr Aussehen einer normalen Hand anzugleichen.
Der Eingriff an der Hand wird entweder unter Narkose, Regionalanästhesie oder örtlicher Betäubung durchgeführt. Meist wird in Blutleere operiert, hierzu wird eine Gummibinde fest um den entsprechenden Arm gewickelt. Bei der Operation einer Fehlbildung werden je nach Art und Umfang untaugliche Anteile der Hand verlagert, um andere wichtige Teile aufzubauen. Überschüssiges Gewebe wird entfernt, Skelettanteile verkürzt bzw. verlängert und die Instabilität des Gewebes beseitigt. Bei einer Knochenfehlstellung wird dieser in seiner Achse oder auch in seiner Länge korrigiert. Hierzu wird in der plastischen Chirurgie durchgesägt und Knochenspäne eingepflanzt.

© Bernd Layer - Fotolia.com Noch ein ganz wichtiger Teil der plastischen Chirurgie ist die Brustrekonstruktion nach einer Brustkrebsbehandlung. Bei dieser Wiederaufbauoperation wird ein „Platzhalter“ (Expander) unter den Brustmuskel gelegt, der dann in den folgenden Monaten über ein Ventil schrittweise mit Luft oder Flüssigkeit befüllt wird. Nach ca. einem halben Jahr ist das Gewebe so weit gedehnt, dass die endgültige Prothese eingesetzt werden kann. Diese besteht aus einer Silikonhülle und hat Füllungen aus Silikon oder auch aus Kochsalz. Studien haben ergeben, dass die psychologischen Effekte weitgehend positiv ausfallen und die meisten Frauen insgesamt sehr zufrieden sind. Eine alternative Variante ohne Eingriff wäre ein Silikonkissen, welches in den BH gelegt wird.
Schwere Verbrennungen sind eine lebensbedrohliche Situation und erfordern eine intensivmedizinische Behandlung, die nur in spezialisierten Zentren durchgeführt werden kann. Je nach Ausmaß der Verbrennung bilden sich Narbenstränge, die zur Bewegungseinschränkung der betroffenen Gliedmaßen führen. Neben der Therapie mit physikalischen Mitteln, wie Kompressionsbehandlungen, sind meistens mehrere Operationen notwendig, bei denen durch Verlagerung oder Verschiebung von Muskeln, Sehnen und Haut versucht wird, die Beweglichkeit im Rahmen des Möglichen wieder herzustellen.

© Christoph Hähnel - Fotolia.com Dieser Teil umfasst die Erkennung, die konservative und chirurgische Behandlung, die Prävention und Rehabilitation der Erkrankungen, Verletzungen, Frakturen, Fehlbildungen und Formveränderungen, die vom Zahn, vom Zahnhalteapparat und vom harten Gaumen ausgehen, der beiden Kiefer, einschließlich chirurgischer Kieferorthopädie, des Gaumens, der Lippen, des Naseneinganges, des Oberkiefers und des Jochbeins.
Genauso gehören die Zunge dazu, die Mundhöhle und die Weichteile des Gesichtes, die Biss- und Kaufunktionen. In diesem Zweig der plastischen Chirurgie werden z. B. Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten behandelt oder Gesichtsfehlstellungen und Zungenverkleinerungen. Sonstige Eingriffe wie Fremdkörperentfernung, Arterienfreilegung und -Unterbindung, Freilegung und Unterbindung von Venen, Gefäßersatz sowie vorbereitende Eingriffe für eine mikrochirurgische Transplantation fallen ebenfalls in dieses Gebiet der plastischen Chirurgie.
Sie befasst sich mit den operativen Verfahren zur Wiederherstellung und Erhaltung, der durch Unfälle beschädigten Strukturen (Organsystem und Bewegungsapparat) des Menschen. Verletzungen, wie die das knöcherne Skelett und Muskeln, Bänder, Sehnen, aber auch Bauch- und Brustorgane, sowie Gehirn und das Rückenmark. Pathologische Funktionen werden in dieser Form der plastischen Chirurgie ebenfalls behandelt. Kuriert werden meist eine Radiusfraktur, Oberschenkelhalsfrakturen, Sprunggelenke, Bandverletzungen, Strecksehnenrupturen der Finger, des Daumens sowie Schultereckgelenksverrenkungen.
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Autor: "Schreibmäuschen", aktualisiert by Themenschwerpunkte
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