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Die Hafenstadt Flensburg

Flensburg, das ist eine heitere Mischung aus Geschichte und Gegenwart, aus alter Kaufmannstradition mit blühendem Fernhandel und fröhlichem Markt- und Straßenleben. Die Stadt liegt tief in der Flensburger Förde. Von der Hafeneinfahrt erblickt man bereits das dänische Ufer. Seine große Bedeutung in der Seefahrt hat der Hafen längst abgetreten.

Hafen von Flensburg
Foto: Pudding4brains - PD

Geblieben sind weltoffene Zweisprachigkeit und das Segelvergnügen.

Im hintersten Winkel der Förde entstand in 700 jähriger Geschichte die Stadt Flensburg. Zu beiden Seiten des Meereseinschnittes haben die Bürger ihre Häuser und Straßen am Hang der Steilküste, ihre Speicher und Kontore direkt am Wasser gebaut. Der Hafen ist das Zentrum, dehnt sich über die zwei Ufer der Förde aus. Noch immer wird er von ca. 300 Frachtschiffen pro Jahr angefahren. Und die Erinnerung an maritime Glanzzeiten ist am Wasser sowie in der Stadt allgegenwärtig.

Ein Museumshafen mit historischem Kran und traditionellen Holzsegelschiffen liegt an der Schiffbrücke unweit des Fähranlegers. Am Kai ruhen dicht an dicht schmucke Jollen, liebevoll aufgearbeitete Segelyachten und historische Berufsfahrzeuge, nach alten Plänen umsichtig restauriert. Die in der Ostsee, in Belten und Sunden, im Kattegatt und Skagerrak beheimateten Schiffstypen leisteten Jahrzehntelang als Fischerei- oder Frachtschiffe ihren Dienst. Heute beweisen Snekkerstenjollen und Snurrewadenkutter auf den jährlichen Regatten noch immer mit traditioneller Takelage ihre Fahrtüchtigkeit.

Doch meistens lassen sie sich am Kai des Museumshafens bewundern. Ruhebänke entlang des Wassers laden zum Rundblick über den Hafen ein. Alles liegt hier nahe beieinander, entweder gleich nebenan oder direkt gegenüber. So ist von der Museumswerft aus der Segelclub, vom alten Fischereihafen die moderne Werftanlage auszumachen. Ankommende und auslaufende Segelyachten, Ausflugsschiffe und Fähren beleben die Hafeneinfahrt, starten von ihr zu Vergnügungsfahrten und kreuzen in der Flensburger Förde munter zwischen dem deutschen und dänischen Ufer.

Der Hafen während der Rumregatta
Foto: Fumaro - CC BY-SA 2.0


Parkplätze findet man auf beiden Seiten des Hafens. An der westlichen Kaianlage, wo die alten Segelschiffe das Ufer säumen, liegt auch der historische "Salondampfer Alexandra", wenn er nicht gerade zu einer Ausflugsfahrt unterwegs ist. Aus der Museums-Werft hört man es Hämmern und Bohren. Dort werden Traditionssegelschiffe gemäß historischen Vorlagen nachgebaut oder wieder flott gemacht. Im alten Zollpackhaus, gleich hinter dem Hafen, hat sich das Schifffahrtsmuseum eingerichtet. Der Keller wurde der Geschichte des Rums gewidmet. War doch Flensburg einst führende Rumhauptstadt. 300 Rumbrennereien und ein blühender Handel bis in die Karibik haben Hafen und Stadt zum Ausgang des 18. Jahrhunderts zu Wohlstand verholfen. Die Rumregatta erinnert noch einmal jährlich an die Blütezeit der Flensburger Seefahrt.

Heute legen an der Schiffbrücke gleich neben dem Bollwerk Fährschiffe und moderne Ausflugsboote an. Hier starten Förderundfahrten, ein Linienschiff nach Glücksburg und eines nach Langballigau sowie über die Förde nach Dänemark. Manchmal ist am Anleger auch ein großes Kreuzfahrtschiff zu Gast. Genau gegenüber führt ein Promenadenweg an Hafenlokalen mit Außenterrassen entlang, reicht bis zur neuen Marina und dem "Fischereigelände".

Hinter dem Hafen steigen beidseitig des Fördeeinschnitts steile Straßen hinauf in die hügelige Stadt Flensburg. Die 700 Jahre alte Hafenstadt erklimmt mit ihren dänisch anmutenden Häusern die Steilküste der Ostseeförde. Die historische Altstadt ist von deutscher und dänischer Baukultur geprägt.

Die Flensburger Altstadt
Foto: I, VollwertBIT - CC BY-SA 2.5

Bis 1920 gehörten Stadt und Förde noch zu Dänemark. Heute sind es nur fünf Kilometer bis zur offenen Grenze. In Ladengeschäften und Höfen, bei Kunsthandwerk und Weinverköstigung kann man dem zweisprachigen Schnack der Händler begegnen. Überall mischt sich das Dänische ungezwungen mit dem Deutschen.

Nach dem Motto “Neues Leben in alten Höfen” sind historische Gassen und traditionsreiche Kaufmannshöfe mit moderner Nutzung zu stimmungsvollen Enklaven geworden. Auf einem Spaziergang vom Hafen durch das Nordertor über die Norderstraße bis zur St Marien-Kirche, dann bis zum Holm und Südermarkt, laden kleine Restaurants und Boutiquen, Handwerksbetriebe, Cafés und Galerien zum Stöbern, Schauen und Verweilen ein.

Häuserfasada am Südermarkt
Foto: Mussklprozz (modified by Themenschwerpunkte) - CC BY-SA 3.0

In den Sommermonaten zeigt die nördlichste Stadt Deutschlands sich nahezu mediteran. Der internationale Trubel in den Straßen und unten am Hafen, die maritimen Feste, die Schar von Seglern in der Förde lassen vermuten, dass hier schon die „dänische Südsee“ beginnt.



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