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Ernährungstipps für Ihre Gesundheit

Soja & Tofu

Soja & Tofu
© Ildi - Fotolia.com
Soja wird in Asien seit über 4.000 Jahren als heilige Pflanze verehrt und ist dort ein Grundnahrungsmittel. In Europa wurde die Sojapflanze im 18. Jahrhundert bekannt, der Durchbruch gelang Soja in den frühen 60ern. Anfangs wurde Soja in Deutschland nur als Ölpflanze und Viehfutter verwertet. Erst in den 80er Jahren kam für die Sojapflanze der Aufschwung, sowohl im Naturkostbereich als auch in der herkömmlichen Lebensmittelbranche. Die größten Soja-Produzenten sind USA, Brasilien, China und Argentinien. Soja wächst in nur 100 Tagen und beeindruckt durch eine große Vielzahl an Sojaprodukten. Ob frisch oder getrocknet, gekeimt als Sprosse, zerkleinert, als Öl, als Mehl gemahlen, als Fleischersatz oder auch zu Soßen, den Verwendungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Tofu wird auch mit dem Begriff Bohnenquark bezeichnet und wird aus weißem Sojabohnenteig hergestellt. Das Verfahren ähnelt der Käseherstellung aus Milch.
Tofu ist ein „kulinarisches Highlight“:

  • Es ist bekömmlich und leicht,
  • cholesterinfrei,
  • kalorienarm
  • und ganz besonders reich an hochwertigem Eiweiß.

Frittiert, gegrillt, gedämpft oder auch gebraten, Tofu kann zu Schnitzeln, Klößen, Pasta-Füllungen oder auch als Burger verarbeitet werden. Egal ob süß oder deftig, Tofu schmeckt im Salat, als Brotaufstrich und auch als Nachtisch. Der Phantasie in der Küche sind keine Grenzen gesetzt. Im Gegenteil, der neutrale Tofu-Geschmack fordert den Koch zu kreativen Experimenten heraus. Das pflanzliche Eiweiß aus der Pflanze gilt als ein natürlicher Schutz vor Herzinfarkt und Bluthochdruck.

Sojafleisch

veganes Steak mit Sojafleisch
© Kitty - Fotolia.com
Mit dem Begriff Sojafleisch wird ein Produkt bezeichnet, das aus der Sojabohne gewonnen wird, daher handelt es sich um ein rein pflanzliches Produkt. Aus diesem Grund ist die Bezeichnung Sojafleisch eigentlich falsch, der korrekte Name lautet texturierter Soja. Der industriell hergestellte Fleischersatz steht dem Fleischgenuss in nichts nach. Sowohl der hohe Eiweißanteil als auch die Konsistenz des Sojafleisches ersetzen das tierische Fleisch fast vollkommen.

Sojafleisch eignet es sich bestens für alle Menschen, die aus religiösen oder auch aus moralischen Gründen auf Fleisch verzichten möchten oder einfach nur auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten. Neben den individuellen Gründen für die Ernährung mit Sojafleisch gibt es aber auch noch wirtschaftliche und biologische Interessen daran, Fleischersatz ähnliche Produkte herzustellen. Die Produktion ist billiger und umweltgerechter. Je nach Rezept wird Sofafleisch durch Einweichen in heißen Würzflüssigkeiten, wie zum Beispiel Brühe, verwendet. Flocken, Würfel und Granulate schwemmen das Sojafleisch auf und das Gewicht wird verdreifacht. Sojafleisch bekommt erst durch das Einlegen einen Geschmack. Im Handel ist Sojafleisch auch geräuchert oder fertig eingelegt erhältlich.

Durch eine optimale Zubereitung können alle herkömmlichen Fleischgerichte mit Sojafleisch gekocht werden. Auch Rouladen oder Frikassee stellen kein Problem dar. In vegetarischen Kochbüchern oder in Internetplattformen finden Sojafleisch-Liebhaber zahlreiche Rezepte. Es wird aber auch immer darauf hingewiesen, das Sojafleisch den fleischähnlichen Geschmack nur durch die Zugabe von Gewürzen und Aromen bekommt. Sojafleisch in der oben aufgeführten Formen ist in erster Linie in Bioläden, Reformhäusern und Naturkostgeschäften erhältlich.

Sojajoghurt

Sojajoghurt mit Früchten und Müsli
© Kitty - Fotolia.com
Sojajoghurt ist ein Nahrungsmittel, welches durch Fermentierung aus Sojamilch hergestellt wird. In seinen Eigenschaften ähnelt es dem herkömmlichen Joghurt. Auch die Produktion gleicht dem Kuhmilchjoghurt. Sojamilch wird mit Milchsäurebakterien versetzt, in den meisten Fällen sind das Streptococcus thermophilus und Lactobacillus bulgaricus. Hierdurch gerinnt die Sojamilch und wird zu einem stichfesten joghurtähnlichen Produkt, das einen leicht säuerlichen Geschmack besitzt. Sojajoghurt ist etwas weicher als Kuhmilchjoghurt, aus diesem Grund geben die Hersteller manchmal auch ein Verdickungsmittel hinzu.

Ebenfalls wie beim herkömmlichen Joghurt ist eine Herstellung zu Hause aus möglich. Durch das Hinzufügen von Joghurtferment oder einem fertigen Sojajoghurt entsteht in einem speziellen Gerät nach mehreren Stunden Fermentation der beliebte Sojajoghurt. Diese Prozedur kann beliebig oft wiederholt werden. 100 g purer Sojajoghurt pur, ohne Früchte, enthalten durchschnittlich 4,7 g Eiweiß, 2,7 g Fett, 3,2 g Kohlenhydrate und haben einen Energiegehalt von nur 59 kcal (245 kJ). Je nach Hersteller und Produkt, unterliegen diese Werte leichten Schwankungen. Zusätzlich enthält Sojajoghurt auch noch Isoflavone, viele Produzente reichern den Joghurt noch mit Calcium an.
Sojajoghurt enthält weder Gluten, Milcheiweiß, Laktose noch Cholesterol und eignet sich somit hervorragend für Menschen mit einer Kuhmilchallergie oder einer Laktoseintoleranz. Ebenfalls enthält Sojajoghurt keine tierischen Produkte, sodass auch Veganer diesen Joghurt gerne verwenden. Mittlerweile ist Sojajoghurt fast genauso verbreitet und beliebt wie Sojamilch. Selbst Discounter und Supermärkte bieten inzwischen Sojajoghurt an.

von Peter Werner

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