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Gesundheit / Bewegung

SUP - Stand Up Paddle Boarding als trendige Wassersportart

SUP - Stand Up Paddle Boarding Bild: HOCH ZWEI Photoagency GBR - CC BY-SA 3.0 Kaum ein Sportbereich entwickelt - außer dem Wintersport - derart rasant neue und trendige Varianten wie der Wassersport. Nachdem Surfen, Windsurfen und Kitesurfen auch auf deutschen Seen und Meeren immer mehr Freunde und Liebhaber fanden, ist derzeit eine neue Trendsportart in aller Munde und bei Wasserratten jeden Alters extrem angesagt: "Stand Up Paddle Surfing", abgekürzt SUP und in etwa ins Deutsche zu übersetzen mit "Aufrecht stehend mit Hilfe eines Paddels Surfen" - "Stehpaddeln" oder "Stand Up Paddling" ist eigentlich als Bezeichnung nicht korrekt, weil klassisches Paddeln anders als SUP keine Surftechniken verwendet. In deutschen Surferkreisen hat sich "Stand Up Paddle Boarding" durchgesetzt, die Abkürzung bleibt auch hier weiterhin SUP. Etwas verwirrend, aber die Trendsportart ist ja im deutschen Sprachraum noch ganz frisch, verspielt wie ein junger Seehund und in der Experimentierphase.

In Mode als Freizeitsport kam SUP vor etwas mehr als zwei Jahren - wie könnte es auch anders sein - im Wellen- und Surferparadies Hawaii. Auf den amerikanischen Pazifikinseln tüftelten ein paar technisch begabte Surf-Freaks solange an ihrem neuen Spielzeug herum, bis ein ernstzunehmendes und schnittiges Sportgerät dabei heraus kaum. Bekannt war die Technik schon seit den 1960er Jahren, abgeguckt bei polynesischen Fischern, geriet aber seither in Vergessenheit. Seit ein paar Jahren hat sich die Popularität des Stand Up Paddle Boarding als originelle Surfing-Variante der etwas gemütlicheren Art rasant entwickelt. In Japan, in Frankreich und auch in Deutschland.

Was ist SUP eigentlich genau, was unterscheidet es von anderen Surfsport-Arten?

Die Boards wurden eigens für diese neue Sportart entwickelt, haben ein anderes Gewicht und sind anders geformt - oder "geshaped", wie die Surfer sagen - als herkömmliche Bretter für Surfer, Windsurfer oder solche, die sich mit Kites (Winddrachen) übers Wasser ziehen lassen. Am ehesten ähnelt so ein SUP-Board noch einem sogenannten Longboard, einem extra langen Surfbrett. SUP-Boards sind nur etwas breiter und dicker. Damit der Surfer nicht vom Brett herunter rutscht, ist die Oberfläche bei den meisten Modellen gummiert und mit einer Halt gebenden Perforierung versehen.

Der Clou bei SUP

Der Stand Up Paddle Surfer bewegt sein Sportgerät mit Hilfe eines eigens konstruierten Paddels nach vorne, das auch zum Steuern und Ausbalancieren dient. Der Vorteil: auch zu wellenarmen Zeiten kann das Board anders als bei den anderen Surfing-Varianten sicher und mit genügend Speed übers Wasser getrieben werden. Daher wird SUP mit wachsender Begeisterung auf deutschen Binnengewässern und vor allem im von Gezeiten abhängigen Küstengebieten zunehmend Trend. Da Stand Up Paddle Boarding relativ wenig Kraftaufwendung benötigt und gelenkschonend ist - die Surfer stehen bei gleichmäßig paralleler Fußhaltung aufrecht auf ihrem Brett - können auch Kinder, Senioren und im Wasser Ungeübte sehr schnell und relativ gefahrlos diesen Sport ausüben. Surfen für die ganze Familie. Verschiedene Surfschulen an Binnengewässern und an Nord- und Ostsee bieten mittlerweile Kurse an und verleihen oder verkaufen SUP-Boards, inzwischen werden auch offene Wettkämpfe für extremere Speed-Varianten des Stand Up Paddle Boarding veranstaltet.

Alle SUP-Boards sind mit fantasievollen, an Hawaii erinnernden Mustern verziert und geben ihnen auch auf trüben Nordseewellen ein exotisches Südsee-Flair, das sie ein verspielt und ein wenig nostalgisch wirken lässt. Wer Stand Up Paddle Surfing als Freizeitsport betreibt, signalisiert damit seine Entscheidung für einen sanfteren, ganzheitlichen Trendsport, nicht im Kampf gegen die, sondern im Einklang mit den Elementen. Ohne dabei auf Spaß zu verzichten. Vielleicht genau die richtige Wassersportart für unsere um Nachhaltigkeit und Schonung von Natur und Mensch bemühte Zeit. In diesem Sinne: Aloha!

von "textkrispien"

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