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Städtereise Dublin: Tipps und Sehenswürdigkeiten

Dublin bei Nacht - Foto: Hans-Peter Bock - Lizenz: CC-BY
Foto: Hans-Peter Bock - Lizenz: CC-BY
Dublin bietet auch abseits des Den bekannten St. Patrick´s Day, der jedes Jahr am 17. März gefeiert wird, mehr als genug über das man berichten kann.

Die Stadt hat mit ihren Vororten zirka 1,1 Millionen Einwohner und liegt am Liffey, über den viele schöne Brücken führen. Dieser Fluss führt direkt zum Dubliner Hafen wo sich die Docks befinden. Von hier aus kann man mit dem Schiff auch zur britischen Insel und der Isle of Man fahren.

Jedoch wollen wir jetzt nicht gleich aus der Stadt hinaus, sondern uns die ganzen Sehenswürdigkeiten im Zentrum Dublins anschauen. Den ersten Eindruck gewinnt man wohl am besten, wenn man durch die belebten Einkaufsstraßen schlendert. Auf der O`Connell Street kann man auch gleich „The Spire“ bewundern. Offiziell heißt diese ungefähr 120 Meter hohe Metallnadel „Monument of Light“ und ist das Wahrzeichen der irischen Hauptstadt.

Trinity College Dublin
Foto: © 2008, Pilise Gábor - GNU-FDL
Wenn man von der O`Connell Street Richtung Liffey geht und diesen überquert kommt man weiter zum College Green, wo man das Trinity College besichtigen kann. Die älteste Universität Irlands wurde 1592 von Königin Elisabeth I. gegründet. Besonders sehenswert ist die alte Bibliothek („Long Room“). Hier werden rund 200.000 alte Bücher aufbewahrt. Außerdem kann man sich im selben Teil des Trinity Colleges auch das berühmte „Book of Kells“ ansehen. Dieses Buch wurde im Jahr 800 in einem irischen Kloster erstellt und gilt als besonderes Beispiel für die Buchmalerei. In der Ausstellung zum „Book of Kells“ werden einige alte Bücher mit Buchmalerei vorgestellt und auch die Technik, die hier angewandt wurde, erklärt. Im Book of Kells selbst wird immer eine Bild- und eine Schriftseite ausgestellt. Diese werden jeden Tag geändert, somit kann man jeden Tag eine andere Seite dieses Buches bewundern.
Wieder draußen in der Mitte des Campus des Trinity Colleges, kann man den 30 Meter hohen frei stehenden Glockenturm bestaunen.

Gegenüber des Trinity Colleges ist heute eine Filiale der Bank of Ireland. Früher jedoch war in diesen Räumlichkeiten das Parlament von Irland, bis dieses im Jahr 1800 von den Briten abgeschafft wurde. Heute kann man noch das House of Lords besichtigen. Auch das restliche Bankgebäude ist sehr schön. Es gibt hier sogar offene Kamine die noch befeuert werden. Als ich in der Schalterhalle meinen Reiseführer auspackte und daran zu lesen begann, wurde ich nach kürzester Zeit gefragt ob ich das House of Lords suche und auch dorthin geführt…
Auch das ist ein Zeichen der irischen Freundlichkeit und Hilfsbereitsschaft.

Grafton Street - Foto: WP-User: Mcdreamy - Public Domain - commons.wikimedia.org
Foto: WP-User: Mcdreamy - Public Domain
Wieder draußen auf den Straßen Dublins führt uns dieser Spaziergang noch ein kleines Stückchen weiter. Denn nun kommen wir auf eine weitere wichtige Einkaufsstraße Dublins: Grafton Street. Wenn wir nun die Straße entlang schlendern erreichen wir nach kurzer Zeit das St. Stephen´s Green. Dieser Park mit einem Teich und einem Pavillon ist wirklich sehenswert. Ein kleiner Abstecher hierhin zahlt sich also absolut aus.

An dieser Stelle beenden wir unseren ersten Rundgang in Dublin fürs Erste. Doch das war bei Weitem noch nicht alles, was es in dieser großartigen Stadt zu sehen gibt. Aber mehr davon könnt ihr nächste Woche lesen. Oder ihr macht Euch auf und erkundet Dublin auf eigene Faust. Ich kann es Euch nur empfehlen.

Sehenswürdigkeiten in Dublin Teil 2

Dublin castle
Foto: WP-User: FoekeNoppert - Public Domain
So führt uns unser Weg heute in die City Hall, zum Dublin Castle und in das Temple Bar Viertel. Außerdem werde ich Euch etwas über die beiden großen Kathedralen, die St. Patrick´s Cathedral und die Christ Church Cathedral, erzählen.

Um zu all diesen Sehenswürdigkeiten zu gelangen kann man natürlich zu Fuß gehen, aber auch den Dublin Bus nutzen. Hier in der Stadt gibt es keine U-Bahn, also ist der Bus das meist frequentierte Transportmittel. Man sollte immer Kleingeld dabei haben, wenn man sein Ticket direkt beim Busfahrer kaufen will und nicht schon ein Vorverkaufsticket aus dem Supermarkt hat. Mit Geldscheinen kann man in den Doppeldeckern gar nicht bezahlen und der Betrag des Wechselgeldes wird nur auf das Ticket gedruckt. Damit kann man sich sein Geld später an der Dublin Bus Zentrale wieder zurückholen. Kurz gesagt: Es ist besser sich vorher ein Ticket zu kaufen oder alle Münzen, die man irgendwo bekommt, für den Bus aufzusparen. Hier noch ein kleiner Tipp an etwas größer gewachsene Menschen: 1. Bleibt im unteren Stock des Doppeldeckers, denn im oberen kann man nicht aufrecht stehen. 2. Die einzigen Sitzplätze, bei denen man sitzen kann ohne sich seine Knie zu zerquetschen, sind die, die für die älteren und körperlich beeinträchtigten Personen vorgesehen sind. Da ich solche Zwergenbusse nicht gewohnt war habe ich am Anfang sehr gelitten, daher mein gut gemeinter Rat…

Temple Bar Dublin - Foto: WP-User: Trevah - Public Domain - commons.wikimedia.org
Foto: WP-User: Trevah - Public Domain
Nach dieser äußerst interessanten Busfahrt sind wir aber nun bei unserem ersten Ziel angelangt und wollen durch das Temple Bar Viertel schlendern. Dieses wurde in den 1990er Jahren saniert und ist nun wieder zum Kultur- und Unterhaltungszentrum Dublins geworden. Wenn ihr ein gemütliches Restaurant, verschiedenste Geschäfteoder ein Pub mit Live-Musik sucht seid ihr hier absolut an der richtigen Stelle. Natürlich findet man Pubs überall in Dublin, aber nirgends sind so viele auf einem Fleck. Am Samstag findet hier außerdem immer so eine Art Bauernmarkt statt.

Weiter gehen wir nun zur Dublin City Hall. Es lohnt sich, einen kurzen Blick ins Innere des Gebäudes zu werfen. Der schön verzierte Kuppelbau mit den Bodenmosaiken ist wirklich sehenswert. Wer sich außerdem für die Geschichte Dublins interessiert, sollte unbedingt ins Untergeschoß weitergehen. Hier findet man eine Ausstellung zur Geschichte Dublins. Mit einem Audioguide und audiovisuellen Objekten erfährt man wirklich alles Wesentliche. Ich war wirklich begeistert! Jedoch sollte man der Zeitangabe des Audioguides nicht allzu sehr vertrauen. Es wird nämlich behauptet, dass die Führung etwa 60 Minuten dauert, jedoch war ich nach 90 Minuten gerade einmal zu zirka zwei Dritteln mit der Führung durch und musste enttäuscht die Ausstellung verlassen, da sie geschlossen wurde. Naja, vielleicht liegt es auch daran, dass niemand damit rechnet, dass es wirklich Menschen gibt, die sich jede Nummer einer Audioguideführung und dann auch noch das Zusatzmaterial dazu anhören.

Weiter geht’s nun zum Dublin Castle. Hier werden geführte Touren angeboten (diese dauern wirklich nur eine knappe Stunde). Bei diesen Führungen wird man durch die Räume des Schlosses geleitet und mit sehr viel Wissen dazu versorgt. Das ist aber noch nicht alles, denn man schaut sich auch die heute unterirdisch gelegenen Stadt und die Burgmauer (einen Teil davon) des mittelalterlichen Schlosses an. Dieses wurde durch eine Explosion im Pulverturm zerstört und danach auf den Ruinen ein neues Bauwerk errichtet.

Über eine weitere Ausstellung möchte ich Euch noch berichten. Diese ist vor allem für Kinder gut geeignet. Im Dublina, das gleich bei der Christ Church Cathedral liegt, gibt es wechselnde Ausstellungen, so war, als ich dieses Museum besuchte, das Leben der Wikinger dargestellt. Zum Thema Dublin im Mittelalter sowie zur Arbeit von Archäologen. In der Wechselausstellung und Dublin im Mittelalter wird vor allem das Alltagsleben in der jeweiligen Zeit mittels lebensgroßen Puppen, passenden Hintergrundgeräuschen und nachgebildeten Häusern und ähnlichem sehr gut dargestellt.  Historische Funde an sich darf man sich aber nicht erwarten.

Christ Church Cathedral - Foto: Mike Peel (www.mikepeel.net) - CC BY-SA 2.5 - commons.wikimedia.org
Foto: Mike Peel (www.mikepeel.net) - CC BY-SA 2.5
Weiter geht’s von hier aus auch gleich in die Christ Church Cathedral. Eine der beiden Kathedralen in Dublin. Hier kann man neben dem Gebäude an sich auch einige kirchliche Ausstellungsstücke in den Katakomben besichtigen. Für diese Kirche und das Dublina kann man sich übrigens auch gleich ein Kombiticket kaufen.

Die andere Kathedrale in Dublin ist die St. Patrick´s Cathedral. Sie liegt nicht weit entfernt in einem kleinen Park. Das faszinierende Gebäude ist Irlands längste mittelalterliche Kirche. In ihr findet man auch eine Sammlung an kirchlichen Denkmälern.
Beide Dubliner Kathedralen sind protestantisch.

So, nun habt ihr wieder viele neue Anregnungen, was ihr Euch in Dublin so anschauen könnt. Ich hoffe es ist für Euch etwas dabei.
Irland ist aber natürlich ebenso für Guiness und Jameson Whiseky und noch einige andere Dinge bekannt. Auch auf diese Spuren kann man sich in Dublin begeben.

Rundfahrt in Dublin

Und zwar geht’s auf eine Rundfahrt mit dem „Hop-on Hop-off Bus“. Hierbei werden wir ein paar Mal aussteigen und uns einige Stops genauer anschauen: Die Jameson Distillery, die Guiness Brewery, Kilmainham Goal und den Phoenix Park.

Wir besteigen also entweder den Multilingual-Bus, der mit Kopfhörern ausgestattet ist und es einem ermöglicht die Tour durch Dublin in verschiedenen Sprachen, auch in Deutsch, anzuhören. Oder man besteigt einen Bus mit Live-Tour. Hierbei erklären die Busfahrer die Sehenswürdigkeiten, die auf der Route liegen.

Der erste Stop auf unserer Route ist die Guiness Brewery. Diese kann man auf eigene Faust mittels einer Audioguidetour erkunden. Die Brauerei wurde 1876 gegründet. Damals sicherte sich Sir Arthur Guiness die Betriebsrechte auf 9000 Jahre. Also kann hier noch für viele Jahre das „typisch irische“ Getränk gebraut werden. Am  Ende der Tour macht man noch einen Abstecher in die „Gravity Sky Bar“, machen. Hier kann man das dunkle Bier verkosten und hat obendrein noch einen schönen Ausblick über Dublin.

Weiter geht’s zum Kilmainham Goal. Dieses ehemalige Gefängnis wurde 1796 eröffnet. Vor allem in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als in Irland eine große Hungersnot herrschte, saßen mehrere Tausend ein – die Gefängnismahlzeiten waren noch immer besser als gar keine. Durch den irischen Unabhängigkeitskrieg wurde Kilmainham Goal wirklich bekannt. Hier saßen die meisten der führenden Rebellen des Osteraufstands von 1916 ein. Bis zum irischen Bürgerkrieg (1922-1923) wurden hier noch Hinrichtungen durchgeführt. Danach wurde das Gefängnis geschlossen.
Heute kann man sich durch das alte Gefängnis führen lassen und sich das Museum, das sich mit dem irischen Unabhängigkeitskrieg beschäftigt, anschauen.

Phoenix Park - Alexander P Kapp (modified by Themenschwerpunkte) - CC BY-SA 2.0 - commons.wikimedia.org
Foto: Alexander P Kapp - CC BY-SA 2.0
Wieder in den Bus und an einen erfreulicheren Ort. Hinein geht’s in den Phoenix Park. Der Bus fährt ein kleines Stück in die Grünanlage hinein. Hier kann man zum Beispiel aussteigen um in den Zoo zu gehen. Außerdem sieht man auch das Haus der Präsidentin von Irland, das im Park liegt. Wer den diesen Ort noch genauer erkunden möchte, kann sich ein Fahrrad mieten. Zu Fuß würde dieses Unternehmen wohl sehr lange dauern, denn schließlich ist der Phoenix Park die größte Grünanlage Europas.

Wieder zurück im Stadtzentrum besuchen wir nun noch die Jameson Distillery. Hier wurde lange Zeit der wohl bekannteste irische Whisky erzeugt. Heute dient dieses Gebäude jedoch nur mehr als Visitor Center, in dem man in einer zirka einstündigen Tour mehr über die Produktion von Whisky - und natürlich darüber warum Jameson besser ist als alle anderen -  erfahren kann. Natürlich gibt es danach auch eine Verkostung des besten Whiskeys der Welt (wie einem dort eingebläut wird).

Genießen Sie Ihre Reise nach Dublin / Irland!

Ein Artikel von Manuela Bernauer

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