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Unterwegs im Norden Thailands

Thailands Norden Landschaft© phuketien - Fotolia
Wer dem schnellen Leben Bangkoks entkommen möchte, findet Zuflucht in den nördlichen Regionen Thailands. Hier erwartet den Besucher ein Mix aus unberührter Natur und vielen historischen Denkmälern. Perfekt also, um zur Ruhe zu kommen und die Ursprünge Thailands kennenzulernen.

In der bewegten Geschichte des Landes kommt dem Norden Thailands eine tragende Rolle zu. Hier siedelten sich die ersten Bewohner und Bewohnerinnen, sozusagen die Urväter und –mütter des Landes, an. Hier wurde im Jahre 1238 das erste Machtzentrum des Landes Sukothai gegründet. Von diesem Zeitpunkt an bemühten sich Herrscher stets Volk und Land gegen aufkeimende Bedrohungen zu schützen. Dies zog viele zum Teil sehr brutale kriegerische Auseinandersetzungen nach sich. Gleichzeitig investierte man aber auch in den Aufbau von Kultur und Religion, um die Konturen der Zivilisation zu schärfen. Heute umfasst das Gebiet im Norden Thailands  17 Provinzen und liegt an der Grenze zu den Nachbarstaaten Burma und Laos.  Dieser Teil des Landes war lange vom restlichen Thailand abgeschnitten und so wurden Kunst und Kultur weitgehend von äußeren Einflüssen frei gehalten. 1921 wurde die Bahnstrecke Bangkok-Chiang Mai eröffnet, das Straßennetz wurde erst nach und nach ausgebaut.

Chiang Mai

Tempel in Chiang Mai
Foto: © William Casey - Fotolia
Die Provinz Chiang Mai ist die zweitgrößte Provinz in Thailand und liegt im Norden des Landes, noch direkt bei den Ausläufern des Himalaya Gebirges. Die Entfernung zu Bangkok beträgt in etwa 700 Kilometer. Die gleichnamige Hauptstadt galt zur Zeit der Lan Na Periode als Herrschaftszentrum und ist noch heute die wichtigste Stadt der Provinz. Chiang Mai trägt vor allem bei Einheimischen den Namen „Rose des Nordens“.  Das kommt nicht von ungefähr. Hier findet man viele antike Bauten und Kunstwerke, die heute noch von den Blütezeiten der Vorkultur erzählen. Der Fluss Ping schlängelt sich idyllisch an der Stadt entlang, während im Inneren Chiang Mais viele prunkvolle Tempel und Sehenswürdigkeiten auf den Besucher warten. Hier ist alles weitgehend unberührt und pur. Die Einwohner der Stadt sprechen althergebrachte Dialekte, sie kleiden sich traditionell und sie würdigen den kulturellen Reichtum der Stadt. Chiang Mai ist aber nicht nur für viele Prachtbauten, sondern auch für seinen Markt der handwerklichen Kunst bekannt. Stoffe aus Seide oder Wolle werden von den Einheimischen selbst hergestellt. Das Gleiche gilt für Keramik und Silber. Immer mehr Touristen lassen sich Jahr für Jahr von dem eindrucksvollen Flair Chiang Mais bezaubern.

Aber auch außerhalb der Stadt gibt es viel zu erleben. Das Umland von Chiang Mai ist sehr reizvoll und spricht sowohl Hobby- als auch Profiabenteurer an. Auf einer Entdeckungstour kann man die Schönheit der Landschaft am besten erkunden. Fruchtbare Reisfelder, Flusstäler und satt-grüne Dschungelabschnitte werden von einer atemberaubenden Bergkulisse umrahmt. Selten ist das Wunder der Natur so greifbar wie in diesen Regionen Thailands. In der Provinz Chiang Mai liegt auch der höchste Berg Thailands, der Doi Inthanon. Der 2565 Meter hohe Berg ist von knapp 1005 Quadratkilometer Nationalpark umgeben und somit ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Wenn man sich nicht gerade auf einer Trekkingtour, beim Rafting oder auf einer Safari befindet, dann lohnt sich ein Besuch bei einer der zahlreichen Orchideen- und Schmetterlingsfarmen oder im Botanischen Garten, der zu Ehren der Königing Sirikit errichtet wurde.

Chiang Rai, Mae Hong Son und Lam Pang

Diese Provinzen sind nicht ganz so bekannt wie Chiang Mai, aber gerade deshalb entfalten sie für viele Besucher einen besonderen Reiz. In der Stadt Lam Pang fühlt man sich sofort wie in eine andere Zeit zurückversetzt. Busse oder Autos sucht man in der Innenstadt vergeblich. Das Fortbewegungsmittel der Einheimischen ist die klassische Pferdekutsche. Touristen haben die Möglichkeit sich eine Kutsche für Besichtigungsfahrten oder kleine Ausflüge zu mieten. Gemütlich unterwegs sind auch die Elefanten im berühmten Elephant Conservation Center. Dieses Reservat bietet ihnen ein würdiges Zuhause und setzt sich darüberhinaus stark für den Artenschutz ein. 2-3 Mal am Tag veranstaltet man hier auch spezielle Vorführungen für Besucher, die die mächtigen Tiere dann hautnah und im Einsatz erleben können. Im Norden Thailands leben viele Bergvölker (hill tribes) und diese üben auf Touristen aus der ganzen Welt eine besondere Anziehungskraft aus. Sie haben sich im gebirgigen Umland von Chiang Mai und Chiang Rai angesiedelt und leben dort nach ihrer althergebrachten Tradition. Jeder Stamm beziehungsweise jedes Volk legt sein Dorf auf charakteristische Weise an.  Die hohe Individualität der Bergvölker ist vor allem für Europäer faszinierend. Jeder Stamm pflegt ein eigenes Brauchtum, kleidet sich in bestimmter Art und Weise und spricht einen eigenen Dialekt. In einigen Dörfern gibt es kleine, einfach Guest houses. Touristen können sich hier niederlassen und auf ganz natürliche Art und Weise das Leben der Bergvölker kennenlernen. Das oberste Gebot dabei lautet: Respekt und Offenheit für die Kultur des Gegenübers.

Genießen Sie Ihre Reise nach Thailand!


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